Martisor

More about the Romanian tradition of Martisor here:

http://en.wikipedia.org/wiki/M%C4%83r%C5%A3i%C5%9For

Mehr über Märzchen: http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rzchen

Archeologischen Ausgrabungen zufolge soll dieser Brauch schon von den Dakern vor etwa 8000 jahren in ähnlicher Form begangen worden sein. Die Märzchen (Martisor) bestanden aus kleinen roten und weißen Steinchen welche auf einen Faden aufgereiht gewesen sein sollen. Anderen Quellen zufolge wurden Münzen an schwarz/weiße Leinenfäden angebracht. Die Art der Münzen (Gold, Silber, Bronze) gaben über den sozialen Status der Beschenkten Auskunft. Die Anhänger sollten den Beschenkten Glück, Freude und Fruchtbarkeit bringen und gegen Sonnenbrand schützen. Getragen wurden die Märzchen damals bis die ersten Bäume ausschlugen und wurden dann an deren Äste gehängt.

Die Legende der Baba Dochia

Vor vielen Jahren lebte eine alte Frau die “Dochia” hieß. Diese Frau hatte eine Stieftochter welche sie haßte. An einem kalten Wintertag schickte sie die Stieftochter mit einem sehr schmutzigen Mantel an den Fluß und befahl ihr diesen zu waschen bis er weiß wie Schnee würde. Die junge Frau tat wie ihr geheißen, und wusch den Mantel im kalten Fluss. Doch um so mehr sie wusch umso schmutziger schien der Mantel zu werden. Die junge Frau weinte bitterlich und da erschien ihr ein junger Mann namens “Martisor” und fragte sie warum sie denn weine. Sie erzählte ihm ihr Leid und daraufhin sagte der junge Mann er hätte magische Kräfte und könnte ihr helfen. Er schenkte ihr eine rote Blume und forderte sie auf den Mantel noch einmal zu waschen und dann nachhause zu gehen. Zuhause angekommen, war der Mantel weiß wie Schnee. Die böse Stiefmutter traute ihren Augen nicht. Sie konnte nicht glauben, dass die Stieftochter diese Aufgabe zu lösen verstand. Da entdeckte sie die rote Blume im Haar ihrer Stieftochter und fragte woher sie denn die rote Blume habe.

Die alte Frau Dochia schloß aus der roten Blume, dass in den Bergen, das Frühjahr bereits begonnen hat und machte sich mit ihren Schafen auf den Weg. Unterwegs wurde ihr warm und sie legte in der Hoffnung auf das Frühjahr all ihre Röcke und Mäntel ab und ging weiter. Am späten Nachmittag wurde sie jedoch von schlechtem Wetter überrascht. Sie fror erbärmlich als ihr eben dieser “Martisor” erschien und sie wegen ihrem Verhalten der Stieftochter gegenüber zurechtwies. “Siehst du wie schlimm es ist im kalten und feuchten zu stehen,” sagte er, ” du hast deine Stieftochter auch dazu gezwungen im Winter deinen Mantel am Fluss zu waschen!” Sagte es und verschwand wieder. Die Alte wurde vom Frost überrascht und erfror. Ihre Schafe wurden zu Stein. Seither stehen die beiden Farben Rot und Weiß für Frühjahr und Winter.

~ von Ioana Luca am März 1, 2008.

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